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Mit gutem Beispiel voran

In der European DIY Retail Association (EDRA), dem europäischen Dachverband der Baumarktbranche, haben sich aktuell Unternehmen und Verbände aus 13 Ländern zusammengeschlossen. Sie alle sind sich ihrer gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und stellen durch ihr großes Engagement unter Beweis, was verantwortungsvolles Unternehmertum bedeutet.


Für viele DIY-Händler ist Nachhaltigkeit kein kurzfristiger Trend, sondern ein elementarer Bestandteil ihrer Unternehmenspolitik. Dies geht aus einer Befragung unter den EDRA-Mitgliedern hervor, die ergab, dass sich diese Unternehmen oftmals noch über die gesetzlichen Vorgaben hinaus für die Umwelt, ihre Mitarbeiter und die Gesellschaft engagieren.

Diese Aktivitäten, über die in Pressemitteilungen, auf den Internetseiten der Unternehmen und in eigenen Nachhaltigkeitsberichten umfassend informiert wird, haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Aus der EDRA-Umfrage ergeben sich vier Handlungsfelder, die von den Baumarktketten als wesentlich erachtet werden:

  • Verantwortungsvolle Produktpolitik
  • Gute Arbeitsbedingungen und Qualifikation im Handel
  • Betrieblicher Umweltschutz
  • Gesellschaftliches Engagement

Diese Auflistung zeigt, dass beim Thema Nachhaltigkeit nicht nur auf den Umweltaspekt fokussiert, sondern eine umfassendere Dimension ins Auge gefasst wird.


Verantwortungsvolle Produktpolitik

Kunden achten beim Kauf auf Preis und Qualität der Ware. Gleichzeitig erwarten sie, dass der Handel Kriterien wie Nachhaltigkeit, Sozialverträglichkeit und Gesundheit als Leitprinzipien betrachtet und entsprechend tätig wird. Der europäische DIY-Handel ist sich seiner Verantwortung bewusst und bezieht bei seiner Produktwahl den Nachhaltigkeitsaspekte mit ein. Dazu gehören als Beispiel Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft, die den Richtlinien des Forest Stewardship Council (FSC) entsprechen, ebenso wie Farben, die mit den Umweltsiegeln „Blauer Engel“ gekennzeichnet sind.

Mit dem Angebot Energie sparender Produkte leisten die Baumärkte einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Energiesparlampen, Zeitschaltuhren, Sensorleuchten oder aber auch Biopellets und schadstoffarme Dämmstoffe fehlen in kaum einem Baumarktregal.

Ein wichtiger Beitrag zu einer verantwortungsvollen Produktpolitik ist sicherlich auch die Überprüfung der Lieferanten im Hinblick auf die Einhaltung sozialer Standards. Es gibt kaum eine europäische Baumarktkette, die hierauf verzichtet.

Für die Händler zahlt sich ein breites Angebot an nachhaltigen Produkten langfristig aus, denn die Produktpolitik ist ein wichtiges Wettbewerbselement, das zu einer verstärkten Kundenbindung beitragen kann.

Kingfisher senkt den Energieverbrauch in seinen Märkten.
Betrieblicher Umweltschutz

Der Handel wirkt mit vielen Tätigkeiten direkt oder indirekt auf die Umwelt ein. Deshalb verfolgen viele Baumarktketten das Ziel, diese Einflüsse zu minimieren beziehungsweise vollständig zu beseitigen. Betriebliche Umweltkonzepte sorgen daher bei den Unternehmen in allen Bereichen dafür, dass Ressourcen geschont und damit Kosten gespart werden. Dabei stehen drei Themenfelder im Vordergrund:

  • Energieeffizienz in den Marktgebäuden und Ladeneinrichtungen
  • Ressourcen, Abfall und Wasser
  • Effiziente Logistik

So konnte z.B. der britische DIY-Händler Kingfisher den Energieverbrauch der Märkte seit 2005/2006 um drei Prozent senken. Für 2010/2011 wird eine Reduktion um zehn Prozent angestrebt. Die österreichische Baumarktkette bauMax trägt mit einer Verbesserung thermischer Gebäudehüllen bei Neu- und Zubauten zum Klimaschutz bei.

Fast alle europäischen Baumarktketten haben in ihrem Unternehmen Abfall- und Recycling-Strategien implementiert, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.
Aber auch die Einsparpotenziale durch eine effiziente Logistik wurden von den Händlern schon vor einiger Zeit erkannt. Die dänische Baumarktkette Silvan Kaeden betankt den unternehmenseigenen Fuhrpark mit klimafreundlichen Treibstoffen aus Biodiesel und Rapsöl. Aber auch durch die Bündelung über Logistikplattformen kann man einer unnötigen Energieverschwendung und damit einem hohen CO2-Ausstoß entgegenwirken.

Die BayWa-Stiftung unterstützt in Zusammenarbeit mit der Organisation World Vision Deutschland Hilfsprojekte in Malawi.
Soziales und gesellschaftliches Engagement

Die europäischen Baumarktketten leisten auf vielfältige Art und Weise einen erheblichen Beitrag für die Gesellschaft. Mal sind es Projekte in der Region, mal sind es Spenden oder außerordentliche Aktivitäten in aller Welt. Durch ihre Spenden und ihr aktives Engagement bei konkreten Hilfsprojekten tragen die Unternehmen dazu bei, Missstände zu beseitigen und das Leben der unterstützten Menschen zu erleichtern.

So beteiligt sich die deutsche Baumarktkette toom an der Initiative „Schule so bunt wie Dein Leben“, die bei der Renovierung örtlicher Schulen hilft. Die BayWa-Stiftung will in unterschiedlichen Regionen und Ländern gemeinsam mit den Menschen vor Ort Konzepte zur Sicherung der Grundernährung entwickeln und umsetzen.

Aber auch im Bereich Sponsoring und Spenden ist das Engagement der Baumarkthändler vielfältig. bauMax sponsert Projekte für Menschen mit Behinderung und die Baumarktkette Merkur aus Slowenien spendet für Opfer von Naturkatastrophen.

Motivierte Mitarbeiter

Motivierte und kompetente Mitarbeiter sind ein wichtiger Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Bei Handelsunternehmen trifft diese Feststellung besonders zu, da das Verkaufspersonal maßgeblich zur Zufriedenheit der Kunden beiträgt. Um die Motivation und die Loyalität der Mitarbeiter zu sichern, setzen die Baumarktketten in Europa auf qualifiziere Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote, eine aktive Integrationspolitik für Menschen mit Behinderung sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So bieten fast alle EDRA-Mitglieder ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle an. So beteiligt sich bspw. der Schweizer DIY-Händler Coop an den Kosten der externen Kinderbetreuung für allein Erziehende in niedrigen Gehaltsklassen.

All diese Beispiele belegen das umfangreiche Engagement der europäischen Baumarktketten im Bereich Corporate Social Responsibility und zeigen, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Trend handelt. Die EDRA sieht ihre Aufgabe darin, dieses Engagement zu unterstützen und gezielt weiterzuentwickeln.


» Pressemitteilugen
 [19.05.2010]
Alles im grünen Bereich
Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 3,76 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten 2010 konnten die Bau- und Heimwerkermärkte ihr Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent steigern.


 [08.04.2010]
Heimwerker auf dem Vormarsch
Das Angebot der österreichischen Baumärkte hat sich als krisenfestes Sortiment erwiesen.


 [02.03.2010]
Umsatzerfolg trotz Wirtschaftskrise
Die Baumärkte profitieren von einer Zeit für Verschönerungen.


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