„Leider liegen die Umsatzzahlen für den Gartenbereich hinter unseren Erwartungen zurück“, erklärt John W. Herbert, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB), mit Blick auf den Geschäftsverlauf der deutschen Do-it-yourself-Branche im ersten Halbjahr 2004. „Besonders die über viele Wochen anhaltende ungünstige Witterung machte sich bei den Absatzzahlen bemerkbar.“
Vorjahresergebnis nicht erreicht
So verfehlt der Gesamtbereich Garten den Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes deutlich. Nach Auswertung einer aktuellen Befragung seiner Handelsmitglieder errechnet der Verband für das Segment Garten ein Umsatzminus von sechs Prozent. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf das wechselhafte Wetter zurückzuführen, das dem bisherigen Jahresverlauf einen deutlichen Stempel aufdrückte.
Anders als erwartet sorgte der Monat Mai, der bislang zu den Umsatzspitzenmonaten gehörte, in diesem Jahr für wenig Begeisterung in den Gartenabteilungen: Wie ein roter Faden zogen sich die negativen Zahlen durch alle Produktbereiche der grünen Warengruppe. Nach einem insgesamt ausgewogenen April fiel dieser Einbruch besonders ins Gewicht. Im Juni zeigten sich die Hobbygärtner trotz kühlerer Temperaturen dann wieder motivierter bei der Gartenplanung und -gestaltung.
Verantwortlich für den Umsatzanstieg waren unter anderem zwei zusätzliche Verkaufstage und somit erweiterte Einkaufsmöglichkeiten als im Vorjahr.
Im weiteren Jahresverlauf wird sich zeigen, ob ein erfolgreiches Nachsommergeschäft und die erwarteten deutlichen Verkaufsimpulse in den Herbstmonaten noch zu einem versöhnlichen Saisonabschluss für die Gartenbranche führen können. „Wir gehen davon aus, dass sich im weiteren Jahresverlauf das Ergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 deutlich verbessern wird“, gibt sich John W. Herbert zuversichtlich.
Auf die leichte Art
Pflanzen säen, setzen, ein- oder umtopfen ist einfach, schnell und meistens von Erfolg gekrönt – und gehört daher zum Einstiegserlebnis für viele Hobby- und Gelegenheitsgärtner. Blumen und Hydrokultur waren nicht zuletzt aus diesem Grund die beliebtesten Saisonartikel in der ersten Jahreshälfte. Ergänzend zum blühenden Sortiment stehen auch Düngemittel, Erden sowie Pflanzenschutzmittel auf den Einkaufslisten der Hobbygärtner.
Gärtnern auf die leichte Art heißt die Devise. Denn wenn der Arbeitsalltag den Menschen bereits fordert und belastet, dann will er in seiner Freizeit ausspannen und genießen. Und dafür eignet sich der eigene Garten ideal. Hobbygärtner nehmen daher das neue Konzept für einen schönen Garten gerne an, der sich mit wenig Aufwand, einer gut durchdachten Planung und pflegeleichten Pflanzen mühelos realisieren lässt.