Nach einem deutlichen Plus im Vormonat mussten die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland im Juni abermals ein Umsatzminus verzeichnen. Für das erste Halbjahr 2006 fällt die Bilanz damit leicht negativ aus mit einer Abweichung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent.
Aus den Gartenabteilungen der Baumärkte erreichen den Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte dagegen wieder durchweg zufrieden stellende Meldungen. Wie wichtig die Umsatzimpulse aus dem Gartengeschäft sind, lässt sich an der Entwicklung der Branche insgesamt ablesen. Den Märkten ist es auch nach sechs Monaten nicht gelungen, den mäßigen Start ins Geschäftsjahr 2006 auszugleichen. Der lange und intensive Winter hatte den Abverkauf von Pflanzen und Gartenartikeln im ersten Quartal spürbar geschwächt.
Bis einschließlich Juni 2006 summiert sich das Umsatzvolumen der Baumärkte, die über eine Hallenverkaufsfläche von mehr als 1.000 Quadratmeter verfügen, auf neun Milliarden Euro. Daraus errechnet sich für die Branche im ersten Halbjahr ein flächenbereinigtes Minus von 3,8 Prozent.
Im Garten läuft es besser
Das Gartengeschäft hat sich inzwischen gut erholt und konnte allein im Juni ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Der gesamte Gartenbereich inklusive der Warengruppe Freizeit und Basteln hält nach einem halben Jahr einen Anteil von knapp 27 Prozent an den Umsätzen der Bau- und Heimwerkermärkte. Besonders gefragt waren in den vergangenen Wochen Gartenmöbel und alles, was zum Grillen benötigt wird.
Heimwerker in der Sommerpause?
Viele Klassiker des Baumarktsortiments haben sich dagegen weniger gut verkauft als noch vor einem Jahr. Die Warengruppen Werkzeuge/Maschinen, Eisenwaren/Sicherungs-technik oder Holz/Kunststoffe sind dabei nach zwei Quartalen unterschiedlich weit von den jeweiligen Vorjahresergebnissen entfernt. Auch im Bereich Innendekoration und Gestalten ist noch einiges aufzuholen.
„Der zwischenzeitliche Umsatzanstieg im Mai hat sich leider nicht fortgesetzt“, kommentiert BHB-Geschäftsführer John W. Herbert die abermals enttäuschten Hoffnungen der Branche. Die Baumarktbranche werde auch weiterhin auf den grünen Sektor als wichtigen Umsatzbringer setzen. „Stark nachgefragt sind in Zukunft zudem alle Sortimente rund um das Thema Lifestyle.“