Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland sind mit einer viel versprechenden Geschäftsentwicklung in das Jahr 2007 gestartet. Bereits nach drei Monaten hat der Bruttoumsatz die Grenze von vier Milliarden Euro überschritten. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres konnte die Branche ihren Umsatz von Januar bis März um 8,1 Prozent steigern.
Ein so deutliches Umsatzplus hat die Branche seit vielen Jahren nicht mehr erwirtschaftet. Auch auf bereinigter Fläche, das heißt unter Berücksichtigung der im Berichtszeitraum neu eröffneten beziehungsweise geschlossenen Verkaufsflächen, entwickelten sich die Baumärkte erheblich besser als im Vorjahr. Mit einem Wachstum von flächenbereinigt 6,4 Prozent meldet das BHB/GfK DIY-Panel auch für diese Kennzahl einen positiven Wert. Nach drei Monaten liegen die Umsätze der Baumärkte bei 4,046 Milliarden Euro.
Das DIY-Panel erfasst sämtliche Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland, die über eine gewichtete Mindestverkaufsfläche von 1.000 qm verfügen sowie ein Mindestsortiment gemäß der BHB-Warenklassifikation anbieten.
Wonnemonat März
„Bereits im Februar zeichnete sich ein positiver Umsatztrend ab“, kommentiert BHB-Geschäftsführer John W. Herbert die aktuellen Panelzahlen. „Im März sind die Umsätze jedoch geradezu explodiert. Besonders in den Gartenabteilungen drängten sich die Kunden und deckten sich schon früh im Jahr mit Blumen und Pflanzen ein. Aber auch bei Gartengeräten und Gartenmöbeln verzeichnen wir hohe zweistellig Zuwachsraten.“
Gute Konjunktur beflügelt Konsumlaune
Die optimistischen Konjunkturaussichten für Deutschland haben ganz offensichtlich einen positiven Einfluss auf die Kauflust der Verbraucher, die sich auch von einer Anhebung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte die Einkaufslaune nicht verderben lassen. Dazu kommen die seit Jahresbeginn sehr milden Temperaturen, denen es zu verdanken ist, dass die Freiluftsaison in diesem Jahr besonders zeitig eingeläutet wurde.
„Umso mehr freuen wir uns über das hervorragende Abschneiden der DIY-Branche in diesem Jahr. Neben den Gartenabteilungen hat sich wiederum der Bereich Baustoffe/Bauchemie mit einem Plus von 16,0 Prozent sehr gut entwickelt. Erfreuliche Wachstumsraten verzeichnen wir ebenfalls in den Warengruppen Werkzeuge und Maschinen (+4,9 Prozent), Elektro (+8,2 Prozent) sowie Eisenwaren (+10,4 Prozent)“, gibt John Herbert eine Übersicht zu den Veränderungsraten der einzelnen Warengruppen. „Bei den Klein- und Selbstbaumöbeln schlägt das Pendel dagegen am weitesten in den negativen Bereich aus (-9,9 Prozent). Und auch bei den Warengruppen Tapeten und Bodenbeläge (-5,0 Prozent) sowie Freizeit, Basteln, Werken (-7,7 Prozent) erhoffen wir uns für den weiteren Jahresverlauf noch eine deutliche Belebung bei den Umsätzen.“